Dom Pérignon ist die Prestige Cuvée des Hauses Moët & Chandon und zählt zu den bekanntesten Champagnern weltweit. Als Teil der LVMH-Gruppe steht die Marke für kompromisslos jahrgangsbezogene Champagner, die nur in guten Jahren produziert werden. Die Jahrgänge und ihre spät freigegebenen Plénitudes gelten bei Weinliebhabern als feste Größen auf Auktionen und in Reifekellern.
Namensgeber ist Dom Pierre Pérignon (1638–1715), Benediktinermönch und ab 1668 Kellermeister der Abtei von Hautvillers. Zwar erfand er den Schaumwein nicht, doch seine Pionierarbeit beim Keltern weißer Weine aus roten Trauben und bei der Kunst der Assemblage prägt die Champagne bis heute. Die Cuvée Dom Pérignon wurde 1921 erstmals produziert und kam 1936 in den Handel. Seither hat sie den Begriff des Prestige-Champagners wesentlich mitgeprägt.
Dom Pérignon besitzt keinen festen Einzelweinberg, sondern schöpft aus den umfangreichen Lagen von Moët & Chandon, darunter Grand- und Premier-Cru-Gemeinden der Champagne sowie die historischen Weinberge der Abtei von Hautvillers. Die Assemblage besteht stets aus den Rebsorten Pinot Noir und Chardonnay, je nach Jahrgang im Verhältnis von etwa 50:50 bis 60:40. Weil auch Premier-Cru-Trauben einfließen, verzichtet das Haus bewusst auf die Grand-Cru-Bezeichnung.
Im Keller gilt ein strenges Jahrgangsprinzip: Jede Flasche Dom Pérignon enthält ausschließlich Trauben eines einzigen Jahres. In schwachen Jahren wird kein Wein deklariert; im Schnitt erscheinen nur rund sechs Jahrgänge pro Jahrzehnt. Der Vintage reift etwa neun Jahre auf der Hefe, ehe er freigegeben wird. Von 1990 bis 2018 verantwortete Richard Geoffroy als Kellermeister den Stil des Hauses, seit Januar 2019 führt Vincent Chaperon, der seit 2005 im Team ist, diese Linie fort.
Stilistisch verbindet Dom Pérignon Präzision und Fülle mit einer charakteristischen rauchig-mineralischen Reduktionsnote, die mit der Reife an Komplexität gewinnt. Das von Geoffroy entwickelte Plénitude-Konzept präsentiert die Jahrgänge in späteren Reifefenstern: P2 nach etwa 15 bis 18 und P3 nach rund 25 Jahren auf der Hefe. Seit 1959 ergänzt ein seltener Rosé das Programm, der unter Kennern zu den gesuchtesten Champagnern überhaupt zählt.





























